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VOREHELICHE SEXUALITAET
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Biblische Sicht von Sexualität |
| Sexualität ist ein Schöpfungsgedanke Gottes und damit an sich
ein Geschenk. Die Bibel verbindet den Geschlechtsakt mit einer
tieferen Begegnung. Luther übersetzte diesen Aspekt mit "und
Adam erkannte seine Frau" (1. Mose 4.1). Sexualität ist
die intensivste Form des Kontaktes zu einem anderen Menschen, da
sich in ihr Körper, Seele und Geist treffen. Das ist es, was in
der Bibel mit "ein Fleisch sein" gemeint ist (1. Mose
2.24). |
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Voreheliche Reinheit |
| Wir haben alle für eine gewisse Zeit die Berufung zum
Ledigsein. Gott benutzt diese Zeit, um unsere geschlechtliche
Identität, unsere persönlichen Grenzen und unsere Verpflichtung
auf Reinheit und persönliches Heilsein zu stärken. Reine
Beziehungen wurzeln darin, einander Schritt für Schritt
kennenzulernen. Die Grundlage ist geistlich, und sie vertieft sich
mit zunehmender Kommunikation (3. Mose 19.2). Wirkliche Nähe
erfahren wir, wenn wir einander nicht äusserlich, sondern mit
unserem Innenmenschen nahe sein können. Intimität fängt nicht
damit an, dass ich den Partner kennenlerne, sondern damit, dass
ich mich kennenlerne. |
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Gottes Plan für die Sexualität |
Da sich in der Sexualität Körper, Seele und Geist treffen,
ist sie auch der Punkt, wo wir uns und andere am tiefsten
verletzen und sogar zerstören können. Deshalb braucht
Sexualität einen verbindlichen, sicheren Rahmen. Dieser Rahmen
ist nicht ein persönliches Versprechen, quasi unter der Bettdecke
abgegeben, sondern der Ehebund, aber auch unser Bund mit Gott.
Als Gott einen Bund schloss mit Abraham wies Gott ihn an,
verschiedene Tiere zu opfern (1. Mose 15.8-18). Dann setzt Gott
als äusseres Zeichen des Bundes zwischen ihm und seinem Volk
Israel die Beschneidung ein
(1.Mose 17.11). Bei beiden
Bundesschlüssen musste also Blut fliessen, als ein Hinweis auf
den neuen Bund, den Jesus durch sein Blut, dass er am Kreuz für
uns vergoss, gestiftet hat (Matth. 26.27-28). Ebenso fliesst beim
ersten Geschlechtsverkehr, wenn bei der Frau das
Jungfernhäutchen zerreisst, in der Regel Blut. Damit wird klar,
dass Gott die Sexualität untrennbar verknüpft hat, mit der
Absicht eines lebenslangen Bundes zwischen zwei Menschen. Die Ehe
ist der Schutzraum, in welchen sich zwei Menschen im Vertrauen
auf Gott und aufeinander begeben, um eine lebenslange
Partnerschaft und möglicherweise ein Zuhause für Kinder zu
gründen. |
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Unzucht
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2.Mose 20.14.; "Du sollst nicht ehebrechen". Was
hier gewöhnlich mit "Ehebruch" übersetzt wird,
bezeichnet im Urtext zunächst jede Art von Sexualverkehr, der
ausserhalb eines Bundes vollzogen wird.
Paulus beschreibt in 1. Kor.6,9-10 weshalb wir uns vor Unzucht
hüten sollen. Wir gehören nicht mehr uns selbst, sondern durch
Jesu Opfertod sind wir in eine Bundesbeziehung zu ihm getreten.
Auch unser Leib gehört ihm
(1. Kor.15-20). Und deshalb darf nur
derjenige an meinem Körper Anteil bekommen, der selbst zu einer
Bundesbeziehung bereit ist. Unzucht ist also, wenn ich
körperliche Einheit suche ohne Bundesbeziehung. Dann sind es
meine eigenen fleischlichen Begierden, die mich regieren, statt
des Geistes (Gal. 5.16-21).
Jeder, der Unzucht begeht, fiel dem Hass zum Opfer. Wenn die
Liebe der Ausgangspunkt war, dann folgen darauf Ausnutzung und
Manipulation. Allein die menschliche Liebe hätte die
Unantastbarkeit des anderen respektiert. Jeder, der eine sexuelle
Sünde begeht, verspottet aus egoistischen und selbstsüchtigen
Gründen alles Heilige. Unmoral ist schändlich - nicht schön;
destruktiv - nicht befreiend; erniedrigend -nicht erhaben;
hasserfüllt - nicht liebevoll; sie ist der unbeschreibliche
Verlust der einzigen, heiligen, gottgegebenen Zweisamkeit und
nicht die Erfüllung. Jeder, der nicht verheiratet ist, hat noch
nie echten Sex erlebt, gleichgültig, wieviele Beziehungen er
schon eingegangen ist. |
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Auswirkungen von vorehelicher Sexualität (Unzucht) |
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Bei sexueller Vereinigung entsteht eine Bindung. Wenn diese
ausserehelich ist , wendet sich der Segen in Verwirrung und der
persönliche Geist erleidet eine Verletzung . Je mehr
ausserehelicher Geschlechtsverkehr betrieben wird, desto grösser
wird die Verwirrung und die Zerissenheit der Person. Es kommt auch
zu einem Verlust der Empfindsamkeit. Satan benutzt diese, wie auch
jede andere Form von Unmoral dazu, um uns von jenem Weg
abzubringen, der nach Gottes Willen der einzig richtige ist. Wenn
wir darin verharren, werden wir letztlich selbst die Trennung von
Gott vollziehen.
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Quellen |
Umgestaltung des inneren Menschen (John
&Paula Sandford)
Frauengeheimnisse (Judy Reamer)
Intimität/Sexualität (Wilf und Christa Gasser)
Living Waters (Andrew Comiskey)
Ignis : Schulung für Laienseelsorger |
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